Jugendbücher  >  Aus dem Leben
Als ich Amanda wurde von Russo, Meredith, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden, Liebe

Als ich Amanda wurde

Russo, Meredith

Übersetzung: Lehnerer, Barbara

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783423717496

Inhalt

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel ...

Bewertung

Amanda ist zwar als Junge geboren, empfindet sich von klein auf jedoch als Mädchen und so wird aus Andy schließlich Amanda. Nach ihrer Geschlechtsumwandlung zieht Amanda zu ihrem Vater in ein kleines Örtchen in Tennessee, da sie in ihrer Heimatstadt zunehmend unter der Diskriminierung durch ihre voreingenommenen Mitmenschen zu leiden hat und erhofft sich nun einen Neustart, da niemand dort von ihrer Vergangenheit weiß.

Und tatsächlich läuft es gut für Amanda, sie findet neue Freundinnen und erhält Anerkennung von ihren Klassenkameraden und insbesondere von Jungen. Und gerade zum charmanten Grant fühlt sie sich unweigerlich hingezogen, doch weiß sie nicht, ob sie ihm ihre Vergangenheit anvertrauen kann.

 

Die Geschichte wird aus Sicht von Amanda erzählt, welche eine durch und durch sympathische Protagonistin ist, die sich vor allen Dingen nach Akzeptanz und Normalität sehnt.

Das Buch ist durchgehend spannend und an einigen Stellen auch etwas dramatischer und packend. Im Nachwort räumt die Autorin ein, dass sie die Geschichte in einigen Aspekten beschönigt hat, etwa, dass Amandas Familie genug Geld für die medizinische Geschlechtsangleichung hat, was in der Realität nicht zwingend der Fall gewesen wäre, um dem Leser Amandas Geschichte etwas zugänglicher zu gestalten. Mich haben die „Beschönigungen“ jedoch nicht gestört weder habe ich mehr mir Nähe zur Realität gewünscht. Ganz im Gegenteil der Autorin gelingt es ausgezeichnet dem Leser authentische Einblicke in ein sensibles Thema zu gewähren und dabei eine schöne Geschichte über Freundschaft und Toleranz zu erzählen.

Das Buch enthält mehrere Rückblenden, welche über Amandas Leben vor, während und unmittelbar nach der Therapie erzählen. Außerdem zu erwähnen ist, dass sowohl die Autorin als auch das Covermodel transsexuell sind.

 

Dieses Buch schafft es gleichzeitig eine herzerwärmende Geschichte zu erzählen und eine wichtige Botschaft zu übermitteln. Ich kann es daher nur allen Jugendlichen ab 13 ans Herz legen und vergebe die volle Sternezahl.

 

Ellen Bartsch (16) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Liebe