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Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren von Harvey, Sarah N., Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie

Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren

Harvey, Sarah N.

Übersetzung: Günther, Ulli und Herbert

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783423650014

Inhalt

Für Royce ist es ein turbulentes Jahr. Erst zieht er mit seiner Mutter quer durch Kanada, damit diese in der Nähe ihres uralten Vaters Arthur sein kann, und dann soll Royce sich auch noch selber um den Greis kümmern. Gegen Cash, versteht sich. Arthur ist ein ausgemachtes Biest, ein grantiger alter Kauz, der schon mehrere Pflegekräfte vergrault hat und auch seinen Enkel auf eine harte Probe stellt. Doch der lässt sich nicht alles gefallen und hat schon bald einen Stein im Brett von Arthur.

Bewertung

Royce´ Großvater Arthur ist steinreich, steinalt und – leider – Pflegefall. Das ist der Punkt, an dem Arthur ins Spiel kommt. Um ein Auto zu kaufen, muss er noch ein bisschen dazuverdienen, was trifft sich da also besser, als dass er für den 90-jährigen Arthur den Babysitter spielt? Gegen Geld, versteht sich. Einen Haken hat die Sache jedoch: Arthur entpuppt sich als unausstehlicher alter Mann, der seinem Enkel Royce, wo er nur kann, das Leben zur Hölle macht. Doch allmählich lernt Royce seinen Großvater besser kennen und überdenkt vielleicht doch seine anfänglichen Vorurteile gegenüber Arthur…
Das Buch hat mir schon von Anfang an gefallen, denn es beginnt mit einem witzigen Missverständnis und der humorvolle, selbstironische Erzählstil von Hauptfigur Royce hält sich bis hin zur letzten Seite. Auch Arthur mit seinen einzigartigen Kommentaren hat bei mir oft für minutenlange Lacher während des Lesens gesorgt. Die Entwicklung dieser Großvater-Enkel-Beziehung mit zu verfolgen ist aber nicht immer so sorglos, es regt auch zum Nachdenken an, über Arthurs Vergangenheit als Star-Cellist, aber auch über die Tatsache, dass unser Leben vergänglich ist. Das Buch ist nicht nur urkomisch, sondern auch dramatisch und an einigen Stellen traurig. Manchmal, wenn ein längerer Zeitraum beschrieben wird, kann es auch langweilig werden.
Im Erzählstil ist die Sprache eines Jugendlichen nicht zu überlesen, es werden Vergleiche mit amerikanischen Stars gemacht, Wörter der Jugendsprache verwendet, aber auch schwierige, wie Krankheitsnamen oder erwachsen klingende Begriffe, die man als Leser vielleicht nicht immer versteht.
Alles in allem ist es aber ein gutes Buch für Leser ab 13 Jahren mit Gespür für Humor aber auch für Drama und die, die vielleicht auch so einen Menschen wie Arthur kennen, mit harter Schale und einem vielleicht weicherem Kern, der noch entdeckt werden sollte, bevor es zu spät ist. Es verdient gute 4 Sterne.
Rebekka Mattes (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie