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Bunker Diary von Brooks, Kevin , Jugendbücher, Aus dem Leben, Horror

Bunker Diary

Brooks, Kevin

Übersetzung: Gutzschhahn, Uwe-Michael

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 15 Jahre

ISBN: 9783423740036

Inhalt

Erscheint im März

Sechs Personen in einem Bunker, festgehalten von einem namenlosen Entführer, dessen Identität ebenso unklar ist wie sein Motiv. Der sechzehnjährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise Miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie aufeinanderzuhetzen und anbietet, einen von ihnen um den Preis des Lebens eines der anderen freizulassen, eskaliert die Situation . . .

Bewertung

Ein Bunker, sechs Gefangene. Einer von ihnen ist der 16-jährige Linus, wie die anderen wurde er von einem Unbekannten verschleppt und eingesperrt. Minuten, Stunden, Tage vergehen ohne Aussicht auf eine Rettung. Der organisierte Alltag der ersten Tage, der ein Überleben im Bunker möglich machen sollte, wird nach und nach aufgegeben. Spätestens, als ER, der Entführer, anfängt, mir seinen “Spielern” Psychospielchen zu spielen, ist es um das funktionierende Zusammenleben in der Gemeinschaft vertan. Die sechs werden aufeinander gehetzt, verraten sich, Situation eskaliert mehr und mehr. Und dann stellt sich nur noch eine Frage: gibt es einen Ausweg?

 

“Bunker Diary” von Kevin Brooks ist eine fesselnde Erzählung mit gesellschaftskritischen Hintergründen. Das Buch ist in Form eines Tagebuches verfasst, was beim Lesen für gesteigerte Spannung sorgt und man das Gefühl hat, dabei zu sein, mit im Bunker festzustecken. Unterbrochen werden die Erzählungen aus dem Bunker von Erinnerungen an Linus´ Kindheit, Jugend und nahe Vergangenheit, die schnell langweilig werden und sich in die Länge ziehen, also dazu einladen, mal ein, zwei oder mehr Seiten zu überspringen, so groß ist Neugierde, wie alles enden wird.

Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden durchgelesen und auch mein 15-jähriger Bruder war gefesselt und konnte es kaum aus der Hand legen. Auf Grund seines völlig unerwarteten, abwechslungsreichen Handlungsverlauf und der versteckten Gesellschaftskritik regt es zum Nachdenken an, besonders, wenn man es nach den letzten Seiten zu geklappt hat. Leider wird die recht anspruchslose Sprache sowie Schreibstil der Thematik und außergewöhnlich raffinierten und doch so einfach gestrickten Geschichte nicht ganz gerecht. Trotzdem ist ein zum empfehlendes Buch, vielleicht gerade für solche, die selten Zeit zum Lesen finden und es trotzdem mal schaffen wollen, ein Buch zu beenden, welches thematisch zwar nicht anspruchslos ist, trotzdem gleichzeitig keine große Anstrengung beim Lesen fordert.

 

Clara Pietrek (18) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Horror