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Das Blaubeerhaus von Michaelis, Antonia, Kinderbücher, Kinderliteratur, Abenteuer, Freundschaft, Magie

Das Blaubeerhaus

Michaelis, Antonia

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Oetinger

Empfohlen ab: 10 Jahre

ISBN: 9783789143007

Inhalt

Kein Strom! Kein fließendes Wasser! Wilde Natur pur! Leo und Imke, Cousin und Cousine, beide zehn Jahre alt, verbringen die Ferien im Haus ihrer verstorbenen Tante. Doch kaum sind ein paar Tage vergangen, da stecken die beiden schon in einem großen Abenteuer. Ein Schatten schleicht durchs Haus, und merkwürdige Dinge geschehen. Spukt es etwa? Als Leo und Imke auf ein Geheimnis aus vergangener Zeit stoßen, merken sie, dass Ferien in der Wildnis das Beste sind, was ihnen passieren konnte!

Bewertung

Auf dem Buchcover ist ein schiefes, geheimnisvoll aussehendes blaues Haus, das mitten im Wald steht, abgebildet. Das hat mich schon neugierig darauf gemacht, was wohl das Besondere an diesem Haus sein mag. Das erfährt man dann auf den spannend zu lesenden 350 Seiten des Buches, welches aus 2 Teilen besteht, die wieder in kleinere Kapitel eingeteilt sind.

In diesen sind Leo und Imke abwechselnd die Erzähler. Leo und Imke sind Cousin und Cousine und verbringen mit ihren Familien die Ferien im Blaubeerhaus, wo es nicht einmal Strom und Wasser gibt, mitten im Wald. Das Haus haben die Familien von einer Verwandten, der alten Lene geerbt. Die hat ihr ganzes Leben in diesem Haus verbracht, bevor sie vor vier Jahren in ein Pflegeheim umziehen musste und dann gestorben ist. Eigentlich wollen die Familien nur alles gemeinsam renovieren, um das Haus dann verkaufen zu können. Aber dann bleiben sie doch viel länger als es geplant war. Dummerweise ist auch noch der VW-Bus kaputt gegangen, so dass sie auch nicht so schnell wieder fortkommen. So richten sie sich erstmal im Haus ein. Dort gehen seltsame Dinge vor sich, gruselige Geräusche und Schatten bemerken sie. In der Umgebung gibt es viele zahme Waldtiere. Die kleinen nervigen Schwestern von Imke glauben sogar, dass es in der Umgebung Elfen gibt, mit denen sie sprechen können. Dann verschwindet immer mal wieder jemand aus der Familie, so dass es mehrere aufregende und gefährliche Suchaktionen gibt. Auf dem Dachboden finden Leo und Imke Lenes Tagebücher, welche diese geschrieben hat, als sie 10 Jahre alt war, also genauso alt wie Leo und Imke jetzt sind. Aus den Tagebüchern erfahren sie, dass die Familie von Lene damals im Krieg eine jüdische Familie im Blaubeerhaus versteckt hatte. Mit Avi, der zu dieser Familie gehörte, befreundete sich Lene und verbrachte mit ihm viel Zeit im Wald, wo sie auch viele Abenteuer miteinander erlebten.

Leo und Imke sind fasziniert von Lenes spannenden Erzählungen von früher und lesen sich diese in mehreren Etappen gegenseitig vor. Später verraten sie auch noch Leos Bruder Luke ihr Geheimnis. Sie fragen sich, ob die merkwürdigen Ereignisse rund um das Blaubeerhaus etwas mit dem zu tun haben könnte, was sie gelesen haben und ob es den Schatz, von dem in den Tagebüchern die Rede ist, wirklich gibt. Dann stellt sich heraus, dass auch noch andere auf der Suche nach diesem Schatz sind.

 

Das ist alles richtig spannend zu lesen. Die vielen schwarz-weißen Zeichnungen, die irgendwie geheimnisvoll aussehen, passen gut zum Inhalt des Buches und gefallen mir sehr gut, weil sie sehr viele Details enthalten. Außerdem gefällt mir, dass das Buch abwechselnd von Leo und von Imke erzählt wird, weil man sich so besser in beide Hauptpersonen hineinversetzen kann und auch erfährt, wie sie übereinander denken. Das, was in den Tagebüchern von Lene steht, ist auf grauem Hintergrund in einer anderen Schrift gedruckt, so dass es wie ein Brief aussieht. Diese Texte von Lene, mit denen man eine Vorstellung von früheren Zeiten bekommt, finde ich sehr interessant.

 

Jakob Nebe (11) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Freundschaft, Magie