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Das wilde Buch von Villoro, Juan, Jugendbücher, Abenteuer, Abenteuer, Alltag & Familie, Magie

Das wilde Buch

Villoro, Juan

Übersetzung: Kollmann, Birgitt

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Hanser

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783446246393

Inhalt

Mit Büchern kann der 13-jährige Juan wenig anfangen, bis er die Sommerferien bei seinem buchvernarrten Onkel Tito verbringt. Der lebt in einer gigantischen Bibliothek und er hat gleich einen Auftrag für Juan: Er soll das wilde Buch finden, ein rebellisches Buch, das sich dem Gelesenwerden widersetzt und lange von niemandem gefunden werden konnte. Juan lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwischen sonderbaren Buchtypen entdeckt er die tollsten Geschichten – nur das wilde Buch nicht. Erst als er seine erste Liebe, die Apothekerstochter, von der Magie der Bücher überzeugt und eine Verbindung zum echten Leben herstellt, offenbart es sich …

Bewertung

Juanito ist 13 Jahre alt, wohnt in Mexiko-Stadt und wird von allen nur Juan genannt. Kurz vor dem Beginn der Sommerferien geht sein Vater nach Paris um dort eine Brücke zu bauen. Doch Juan weiß, dass sch seine Eltern scheiden lassen wollen. Das nimmt seine Mutter sehr mit und sie will einige Zeit allein sein. Juans Schwester Carmen wird zu ihrer besten Freundin gehen. Deshalb denkt Juan, dass er bei seinem besten Freund die Ferien verbringen wird. Doch es kommt ganz anders.

Juans Mutter verlangt von ihm zu seinem Onkel Tito zu ziehen. Juan ist verblüfft, denn Tito ist nicht normal: er ist ständig am Lesen und wohnt in einem riesigen Haus, das eher einer Bibliothek gleicht als einer Wohnung. Dadurch, dass Onkel Tito so lange allein gelebt hat und nur sehr, sehr selten Menschen zu Besuch kamen, hat er einen seltsamen Lebensstil.

Tito schmatzt beim Essen, lässt überall Krümel fallen und starrt jeden aus seinen übergroßen Augen aufdringlich an. Juan aber gewöhnt sich schnell an dessen Verhalten und lernt "normal" neu zu definieren. Nur das große Haus, welches ein einziges Labyrinth ist, bereitet ihm noch Schwierigkeiten. Oftmals muss er die, eigens für diesen Zweck mitgegebene, Glocke läuten.

Erst nach einer Woche erfährt der Junge warum er wirklich bei Tito ist. Juan ist ein Lector Princeps. Ein Fürst der Leser. Er erfährt auch, dass die Bücher sich ihre Leser aussuchen und nicht andersherum. Aber Juan zweifelt stark daran. Als er in die gegenüberliegende Apotheke geht, lernt er Catalina, die Tochter des Apothekers kennen und verknallt sich sofort ihn sie. Die beiden schließen Freundschaft und Juan bringt Catalina regelmäßig Bücher zum Lesen. Plötzlich merkt er, dass sich Bücher verändern je nach dem wer sie liest.

Er begegnet einem bösen Buch und das Haus wird von einer Kakerlakenplage überfallen. Onkel Tito beauftragt ihn, dass das wilde Buch, mit einem unfertigen Einband und einer ebenso unfertigen Geschichte, zu finden. Das ist ein bisschen viel verlangt findet Juan. Als sein Onkel auch noch völlig durchdreht, plagen den Jungen starke Zweifel. Ob er es jemals schafft?

 

Ich fand die Geschichte sehr interessant, weil es ein Buch über Bücher ist. Es ist mit dem Leben eines Jungen und anderen berühmten Büchern und Geschichten verknüpft. Ob Juan es wirklich schafft das Buch zu zähmen ist total spannend. Am Ende ist es offen, ob es noch eine zweite Geschichte gibt. Ich denke es gibt keine weitere.

Das Buch „Das wilde Buch“ von Juan Villoro wurde aus dem Spanischen übersetzt. Es hat 233 in 12 Kapiteln, die alle unterschiedlich lang sind. Am Anfang ist ein Vorwort vom Autor und ein Inhaltsverzeichnis. Dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Perspektive geschrieben wurde konnte ich mich gut in Juans Situation hineinversetzen und seine Gefühle und Gedanken sehr gut verstehen. Die Schrift ist relativ groß und lässt sich sehr gut und angenehm lesen. Während des Lesens sind mir am Seitenrand und Seitenende kleine Zeichnungen von Spinnen und Spinnweben, Fledermäusen und Katzen aufgefallen. Diese lockern das Lesen ein bisschen auf und passen zur Geschichte. Der Titel trifft voll zu und das Cover sieht wild aus und spiegelt die Erzählung wider.

 

Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen. Es sollte in einem Alter ab 13 Jahren gelesen werden.

 

Alina Kiefer (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Alltag & Familie, Magie