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Der Junge auf dem Berg von Boyne, John, Jugendbücher, Historie, Deutsche Geschichte

Der Junge auf dem Berg

Boyne, John

Übersetzung: Layer, Ilse

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Fischer

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783737340625

Inhalt

Erscheinungstermin Ende August 2017

 

Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich in den deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz. Schnell gerät der Junge unter den direkten Einfluss des charismatischen Führers. Um ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit – auch zum Verrat.

Bewertung

Pierrot lebte mit seiner französischen Mutter und seinem deutschen Vater in Paris. Doch als Pierrot vier Jahre alt war, ging sein Vater von zu Hause weg und wurde kurz darauf in Deutschland von einem Zug überfahren. Auch Pierrots Mutter stirbt nur wenig später. Also zieht er für kurze Zeit bei seinem tauben, jüdischen besten Freund Anshel ein. Doch dessen Mutter schickt ihn in ein Waisenhaus. Von dort wird er dann zu seiner deutschen Tante Beatrix, die Hauswirtschaftlerin in einem Ferienhaus von Hitler ist, geschickt. Möglicherweise war das keine gute Idee, denn Pierrot wird immer mehr wie sein neues Idol und verstößt sogar seinen besten Freund. Doch das ist nur der Anfang …

 

Dieses Buch hat mich von außen nicht wirklich inspiriert, doch als ich mit dem Lesen begonnen habe, hat es mich so sehr gefesselt, dass ich es schon nach einem Tag beendet habe. Ich habe viele Gefühle der Personen in diesem Roman geteilt, da John Boyne alles unglaublich wahrheitsgetreu beschrieben hat. Mehrere Personen oder Schauplätze dieses Romans gab es auch in Wirklichkeit, wodurch die gesamte Geschichte noch interessanter wird. Dabei handelt es sich nicht um Personen oder Plätze des Mittelalters, sondern um Menschen und Orten, die es noch zu Zeiten meiner Großeltern gab.

Ich habe oft von Hitler und seinen Taten gehört, doch erst mit diesem Buch habe ich wirklich begriffen, wie grausam er war. Ich fand es schockierend, wie er einen kleinen traurigen Jungen so böse hat werden lassen. Allerdings habe ich mich gefragt, ob Pierrot wirklich unschuldig an seiner neuen Bosheit war, denn eigentlich hätte er auch weiterhin so bleiben können wie er war.

Trotz der vielen Fragen, die ich mir im Laufe der Geschichte gestellt habe, war das Buch von Anfang bis Ende sehr spannend. Ich bin begeistert von diesem Roman und empfehle ihn an Jungen und Mädchen ab 13 Jahren oder älter. Selbstverständlich bekommt er seine 5 wohlverdienten Sterne.

 

Matteo Schmidt (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Deutsche Geschichte