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Durchs Feuer von Valentine, Jenny, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden

Durchs Feuer

Valentine, Jenny

Übersetzung: Fritz, Klaus

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783423650205

Inhalt

Die junge Iris macht ihr Ding, zündelt schon mal, und für ihre Eltern hat sie nur Verachtung übrig. Aber wen wundert das? Mutter Hannah sieht nicht nur aus wie eine Barbiepuppe, sondern ist genauso leblos, und Stiefvater Lowell, der verkrachte Soap-Darsteller, macht die Sache auch nicht besser. Dann tritt Ernest, Iris´ leiblicher Vater, in ihr Leben und ändert alles. Er, an den Iris keine Erinnerungen mehr hat, liegt im Sterben. Wäre das nicht schon genug an emotionaler Belastung, so bringt Iris` Mutter das Fass zum Überlaufen. Geldgierig und raffsüchtig, wie sie ist, hat Hannah keinerlei Respekt für den Todkranken. Stattdessen sieht sie sich bereits als Millionenerbin, denn Ernest ist ein hoch betuchter Kunstsammler - allein mehrere Picassos hängen in seinem Haus. Doch Ernests Tod bringt Klarheit. Es ist ein Abgang wie ein Paukenschlag! - Und die letzte große Liebeserklärung an seine Tochter Iris.

Bewertung

Iris hatte kein einfaches Leben. Ihre Mutter Hannah, für die sie nur Verachtung übrig hat, sieht aus wie eine Barbiepuppe und benimmt sich auch genauso leblos. Ihr Stiefvater Lowell ist ein verkappter Soap-Darsteller und versucht immer noch groß raus zukommen. Da die beiden keine richtige Arbeit haben, sich aber trotzdem immer wieder teure Designer-Kleidung leisten möchten und da Iris auch gerne mal etwas abbrennt, müssen sie oft umziehen. Als Iris´ leiblicher Vater Ernest in ihr Leben tritt, ändert sich alles. Da er im Sterben liegt, aber auch sehr reich ist, ist er für Hannah nur ein Haufen Geld, der sie aus ihren Schulden und in ein neues, reiches Leben führen soll. Für Iris jedoch beginnt eine wunderbare, wenn auch sehr kurze Zeit, in der sie ihren Vater immer besser kennen und lieben lernt.

 

Zu Anfang war ich noch etwas skeptisch und nicht ganz überzeugt von der Geschichte, da ich Iris´ Drang, alles mögliche zu verbrennen, nicht ganz nachvollziehen konnte und etwas komisch fand. Mit der Zeit jedoch hat dieser Drang sehr authentisch gewirkt und gut in ihre verkorkste Familie hineingepasst. Generell finde ich, dass alle Figuren und ihr Charakterzüge sehr gut in die Geschichte gepasst haben. Als sie dann zu Iris´ leiblichem Vater gefahren sind, steigerte sich die Geschichte für mich immer mehr und das Ende hat mir wirklich sehr gut gefallen, da es trotz aller Widrigkeiten ein "Happy End" wurde. Ich finde auch, dass die Autorin sehr gut beschrieben hat, wie sich Ernest und Hannah kennen gelernt haben und wie Hannah schon damals sehr habgierig war.

Ich denke das Buch ist an Jugendliche gerichtet, die gerne Geschichten mit einer schwierigen Familie lesen, bei der es aber doch zu einem "Happy End" kommt.

 

Emily Andresen (14) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden