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Ein bisschen wie Unendlichkeit von Reuter Hapgood, Harriet, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden, Liebe

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Reuter Hapgood, Harriet

Übersetzung: Hornfeck, Susanne

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Fischer KJB

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783737340335

Inhalt

Erscheint Ende Februar

 

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären.

Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg­gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?

Bewertung

In dem Jugendroman „Ein Bisschen wie Unendlichkeit“ von Harriet Reuter Hapgood wird die Geschichte von Gottie erzählt, die ein eigentlich eher unspektakuläres Leben führt, bis zu diesem einen Sommer, in dem ihr ehemals bester Freund Thomas wieder auftaucht und ihre Realität mit theoretischer Physik zu verschwimmen scheint, denn Dinge wie Reisen in schwarze Löcher oder die Vergangenheit gibt es ja schließlich nicht wirklich, oder? Während Gottie versucht herauszufinden, ob sie verrückt geworden ist oder ob ihr verstorbener Großvater vielleicht etwas mit den merkwürdigen Ereignissen zu tun hat, muss sie sich auch noch mit ihren eigenen Gefühlen auseinander setzen, denn sie und Thomas verbindet vielleicht noch viel mehr als nur eine alte Freundschaft und dann ist da noch ihre erste Liebe vom letzten Sommer, Jason.

 

Das Buchcover passt meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte, da das zentrale Thema von Physik und dem Universum aufgegriffen und auf kreative und interessante Art verarbeitet wurde. Der dunkle Hintergrund lässt den weißen Titel, der durch die Sternen nachgeahmten Punkte eingerahmt wird, hervorstechen.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Gottie erzählt, wodurch der Leser miterleben kann wie Gottie immer tiefer von den Ereignissen eingesogen wird und beginnt den Bezug zur Realität zu verlieren. Gleichzeitig bietet die Ich-Perspektive die Möglichkeit, in Gotties Gefühle und Gedanken einzutauchen, wodurch man die Veränderung, die sie durchläuft besonders gut nachvollziehen kann, unter anderem was ihre Beziehung zu Thomas und Jason betrifft.

Der Schreibstil ist dem Charakter der Protagonistin angepasst und dadurch sehr jugendlich. Physik spielt eine zentrale Rolle, weshalb die Geschichte an einigen Stellen aufmerksam gelesen werden muss, ansonsten ist der Schreibstil locker und äußerst ausdrucksstark. Dadurch, dass man als Leser nicht weiß warum Gottie merkwürdige Dinge wie Sprünge in der Zeit passieren, diese aber immer häufiger auftreten, bedrohlicher zu werden scheinen und Gottie immer weiter von den Ereignissen absorbiert wird, ist das Buch außerordentlich spannend.

 

Das Buch „Ein Bisschen wie Unendlichkeit“ ist ein fesselnder Jugendroman über Liebe, Freundschaft und die spannendsten Aspekte der Physik. Ich empfehle dieses Buch jedem ab 14 Jahren, sowohl Jungen und Mädchen als auch Erwachsenen, egal ob diese an Physik interessiert sind oder nicht. Ich vergebe 5 Sterne.

 

Annina Hacheney (18) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Liebe