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Im Wespennest von Moeyaert, Bart, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie

Im Wespennest

Moeyaert, Bart

Übersetzung: Pressler, Mirjam

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783423625340

Inhalt

Die Geschichte des Mädchens Suzanne, das vor der Alternative steht, wegzulaufen oder endlich den Konflikt auszutragen, der schon so lange zwischen ihr und ihrer Mutter schwelt. Als an einem glutheißen Sommertag ein junger Mann im Dorf auftaucht und ihr den Kopf verdreht, ist für Suzanne die Entscheidung gefallen: Sie trägt den Konflikt mit der Mutter aus und sticht ins Wespennest.

Bewertung

“Im Wespennest” symbolisiert wesentlich mehr, als nur die Geschichte eines Dorfes. Bart Moeyaert verwendet das Dorf und das metaphorische Wespennest als ein exemplarisches Beispiel, das man auf so viele andere Bereiche im Leben anwenden könnte. Im Wesentlichen bezieht sich das exemplarische Beispiel auf den Mut und die Kraft, die es braucht, um sich einem Konflikt zu stellen oder sein Leben in Unzufriedenheit weiter zu begehen, indem man den Konflikt zu ignorieren oder zu verdrängen versucht. Flucht oder Angriff?
“Im Wespennest” ist keine Lektüre zum Abschalten oder Entspannen. Sorgfältig muss Satz für Satz gelesen und langsam verdaut werden; um jedwede versteckte Anspielung dort, dezent gesetzte Metapher hier, und die zusammenhängende Komplexität insgesamt, zu begreifen.
Ich hatte mir mehr Substanz von Bart Moeyaerts Werk versprochen. Möglicherweise mögen andere sie finden, mir blieb sie verborgen, denn irgendwie lief ich mit dem Aufbau, den Figuren und dem Schreibstil so gar nicht konform. Doch solche Werke muss es auch geben: Die einen nicht abstoßen, aber auch nicht anziehen. Neutralität. Gerade so, wie der Tonfall Bart Moeyaerts – und wer weiß – ob nicht auch das letztlich beabsichtigt wurde?
Ich gebe 3,5 Sterne und runde auf 4 Sterne auf.
Charlene Sander (19) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie