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MÉTO  von Grevet, Yves, Jugendbücher, Aus dem Leben, Aus dem Leben

MÉTO

Die Insel

Grevet, Yves

Übersetzung: Singh, Stephanie

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783423625159

Inhalt

MÉTO und seine Kameraden konnten aus dem Haus fliehen. Doch nicht die ersehnte Freiheit erwartet sie auf der Insel, sondern erneute Gefangenschaft, diesmal bei den ehemaligen Sklaven, die auf der Insel leben und den Jungen nicht trauen.
Doch MÉTO gibt nicht auf. Es gelingt ihm, die Listen, die er aus dem Haus mitgenommen hat, zu entschlüsseln: Es sind die Namen seiner Familie und die wahren Namen seiner Freunde. Doch dann soll ein Freund an das Haus ausgeliefert werden. MÉTO ersinnt einen kühnen Plan, nicht nur um den Freund zu retten, sondern auch, um sein neues Gefängnis und die Insel zu verlassen. Sollte der Plan jedoch misslingen, wird MÉTO für immer gefangen bleiben.

Bewertung

Das zweite Buch der Dreierreihe „Méto“ schließt direkt an den ersten Teil an. Die Jungen sind alle erfolgreich aus dem Haus entkommen und wurden von den „abgeschnittenen Ohren“ nicht sehr freundlich in ihren Kreis aufgenommen. Vor allem Méto fällt es schwer, da er sich schwer verletzt hat, als sie geflohen sind und er nun im Hauptquartier der „abgeschnittenen Ohren“ auf der Krankenstation liegt und immer wieder das Bewusstsein verliert. Als es ihm besser geht, darf er allerdings zu seinen Freunden zurückkehren und alle freuen sich - trotz der erlittenen Verluste.
Als sie sich etwas eingelebt haben, müssen sie harte Arbeit verrichten - wie alle an diesem Ort. Oft werden sie bedroht und herum geschubst. Keiner glaubt ihnen, egal was sie sagen und sie sind ja auf der Insel gefangen - das heißt vorerst kein Entkommen. Dennoch hoffen Méto und seine Freunde sobald wie möglich zum Kontinent zu kommen und ihr altes, grausames Leben hinter sich zu lassen. Méto wird immer von der Frage seiner Herkunft angetrieben, die ihn nicht wirklich ruhen lässt. Und als er auch noch den geheimnisvollen Schamanen trifft, den er eigentlich nicht hätte sehen dürfen, wird er noch mehr angetrieben, diese Frage zu klären.
Mir gefällt auch das zweite Buch der Reihe sehr gut, da es echt spannend und interessant geschrieben ist. Der Autor schildert packend die Erlebnisse und Gefahren, in die der Junge Méto mit seinen Freunden kommt und erzählt aus der Perspektive von Méto. Dabei erscheint die Geschichte durchaus vorstellbar und real, wodurch die beschriebenen Grausamkeiten beängstigend wirken. Man möchte mit den Jungen nicht tauschen.
Das Buch hat knappe 210 Seiten und die letzte Seite bringt wieder eine so überraschende Wendung in die Story, dass man am liebsten Band 3 direkt weiterlesen würde. Alles in allem finde ich das Buch wieder sehr gelungen, empfehle es Jungen/Mädchen ab 14 Jahren und vergebe 5 Sterne.
Marius Trapp (15) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

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