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MÉTO von Grevet, Yves, Jugendbücher, Aus dem Leben, Aus dem Leben

MÉTO

Das Haus

Grevet, Yves

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783423625142

Inhalt

64 Jungen leben im HAUS hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, woher sie kommen, und sie wissen nicht, wohin sie verschleppt werden, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist. Fragen dürfen sie keine stellen - tun sie es doch, werden sie von Männern, die sie rund um die Uhr bewachen, brutal bestraft. Als sich einer der Jungen nicht länger seinem Schicksal beugen will und Widerstand leistet, bekommt er die ganze Härte des Systems zu spüren, in dem er gefangen ist. Doch andere eifern ihm nach und erheben sich wie er gegen Gewalt und Willkür, um die Macht des Hauses zu stürzen. Es ist der Beginn eines gefährlichen Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist der Kampf des jungen MÉTO.

Bewertung

Das Buch spielt auf einer Insel. Hier sind in einem Haus Kinder und Jugendliche, die alle männlichen Geschlechts sind, untergebracht. Keiner darf dieses Haus verlassen, und niemand weiß, wie er hierhergekommen ist oder etwas über seine Herkunft. Die Kids werden in dem Haus unterrichtet, essen und spielen dort. Einer von diesen Jugendlichen ist Méto.
Die Hausherren sind die sogenannten Cäsaren, die das Hausrecht durchsetzen und für die Kinder sorgen. Verstößt man z.B. gegen eine der vielen Regeln, so kann einem ein Cäsar eine Strafe geben, wie etwa einen Tag in einem Kühlraum zu verbringen, der genau 0° Celsius kalt ist.
Die Kinder spüren, dass etwas an diesem Leben komisch ist und die Hausherren etwas zu verheimlichen haben! Nur was? Diese vermutlich verbotene Frage stellt sich Méto und versucht sie zu lösen. Dabei kommt er jedoch in viel größere Schwierigkeiten, als er sich je vorgestellt hätte ...
Mir gefällt das Buch sehr gut, da es sich sehr von den Büchern, die man sonst liest, unterscheidet. Die Jugendlichen wissen nichts über ihre Herkunft, sie wissen nicht, dass es ein anderes Geschlecht gibt und sie wissen viele andere Dinge nicht, die selbstverständlich sind. Die Cäsaren und die Lehrer, die die Kinder bzw. Jugendlichen unterrichten, verbergen strengstens jegliche Art von Informationen, die diese Fragen beantworten würden. Man kennt bis zum Ende noch lange nicht alle Antworten und Hintergründe der Story. Das macht das Buch allerdings auch so besonders. Auch bricht es an der spannendsten Stelle ab, und dort steht nur noch: Fortsetzung folgt ...
Insgesamt ist die Vorstellung, dass es so einen Ort geben könnte beängstigend. Ich vergebe für das Buch 4 Sterne und empfehle es Lesern ab 14 Jahren, wobei es durchaus auch für Erwachsene geeignet ist.
Marius Trapp (14) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben