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Maxima und ich von Jansen, Hanna, Kinderbücher, Vorlesen, Alltag & Familie, Freundschaft

Maxima und ich

Jansen, Hanna / Erlbruch, Leonard

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Peter Hammer Verlag

Empfohlen ab: 7 Jahre

ISBN: 9783779505839

Inhalt

Maxima, das kleine blonde Mädchen mit der Zahnlücke aus der ersten Klasse, bringt Licht in Davids Leben. Sie hat ein Herz gemalt und ihre beiden Namen hineingeschrieben - Maxima liebt ihn! Beglückt von ihrer Zuneigung fühlt sich der Junge aus Nigeria endlich nicht mehr allein. Jetzt verlieren die gemeinen Dinge, die David erlebt hat, ganz schnell an Bedeutung. Es folgen schöne Tage, an denen Maxima und David spielen und toben, Käfer sammeln, Geheimnisse tauschen und Pläne schmieden. Doch dann bricht Davids Glück jäh zusammen, als Maxima sich einer neuen Freundin zuwendet.

Bewertung

Freundschaften sind immer eine knifflige Kiste – oft sehnen wir uns so sehr danach, den Menschen zu finden, mit dem wir alles teilen können. Doch kaum haben wir ihn gefunden, stehen schon die nächsten Probleme auf der Matte. So geht es auch David, als er Maxima kennenlernt. Er, der wegen seiner Hautfarbe im Alltag oft Rassismus und Diskriminierung erlebt, fühlt sich auf einmal akzeptiert und geborgen. Doof nur, dass Maxima recht schnell eine andere Freundschaft schließt. Was also tun?

 

Maxima und ich ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiges Buch, das Themen wie Rassismus aufgreift und zeigt, wie schwierig es ist, immer aufrecht durchs Leben zu gehen, egal, wie sehr wir von allen Seiten angefeindet werden. Gleichzeitig zeichnet es aber auch die ganz normalen Probleme einer Freundschaft nach und erzählt, dass es manchmal schon genügt, wenn wir selbst an uns glauben, damit wir andere finden, die dasselbe tun. Denn natürlich endet die Geschichte mit einem realistischen und schönen Happy End.

Die Illustrationen von Leonard Erlbruch zum Text von Hanna Jansen sind in gelb, schwarz und Grautönen gehalten und geben dem Buch eine schöne Atmosphäre, die auch und gerade gemeinsame Späße und Phantasien aufgreift. Schade ist allerdings, dass der Text sehr oft deutlich macht, wie unglaublich wichtig er ist, wie viel er uns beizubringen hat. Das ist natürlich Geschmackssache und daher hadert die Rezensentin – einerseits findet sie es wie immer toll, dass der Peter Hammer Verlag Themen wie Diskriminierung eine Bühne bietet, andererseits ist der Lesespaß mitunter etwas eingeschränkt. Daher ein Sternchen Abzug.

 

Saskia Geisler :: Redaktion Buecherkinder.de
 

Themen: Alltag & Familie, Freundschaft