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Mein total spontanes Makeover und was dann geschah von Bourne, Holly, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden, Freundschaft

Mein total spontanes Makeover und was dann geschah

Bourne, Holly

Übersetzung: Frey, Nina

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: dtv

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783423740173

Inhalt

Die 17-jährige Bree beschließt, ein spannenderes Leben zu führen, und startet einen Selbstversuch.

Dafür stellt sie fünf Regeln auf:

  • Attraktiv sein.
  • Mit anderen attraktiven Leuten befreundet sein.
  • Mit attraktiven Leuten ins Bett gehen.
  • Sich in jemand Verbotenen verlieben.
  • Ein absolutes Gefühlswirrwar durchmachen und einen Totalzusammenbruch erleiden.

Kann dieser Selbstversuch gut ausgehen?!?

Bewertung

Eigentlich hat Bree die besten Voraussetzungen um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen: sie ist intelligent, schreibt bereits ihren zweiten Roman, ihre Eltern sind reich und lieben sie, außerdem wohnt sie in einer riesigen Villa. Doch leider ist sie in den Augen ihrer Schulkameraden ein totaler Loser und ihre Manuskripte will kein einziger Verlag verlegen. Daher beschließt Bree kurzerhand ihrem elendigen Dahinvegetieren ein Ende zu machen und startet einen Selbstversuch – um endlich beliebt zu werden. Sie stellt kurzerhand folgende fünf Regel auf:

  1. Attraktiv sein.
  2. Mit anderen attraktiven Leuten befreundet sein.
  3. Mit attraktiven Leuten ins Bett gehen.
  4. Sich in jemand Verbotenen verlieben.
  5.  Ein absolutes Gefühlswirrwar durchmachen.

Die Ergebnisse ihres Experiments hält sie zur wissenschaftlichen Dokumentation auf ihrem Blog fest. Doch obwohl sie alles scheinbar perfekt geplant hat und große Fortschritte macht, muss Bree feststellen, dass das Leben auch für Beliebte seine Tücken hat.

 

Holly Bournes Roman lässt mich mit eher gemischten Gefühlen zurück. Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine leichte Geschichte über die Entwicklung eines schüchternen Mäuschens zu einer starken und selbstbewussten jungen Frau erwartet. Doch die Autorin überraschte mich mit weitaus mehr Tiefgründigkeit. Anfangs konnte ich absolut nicht mit der Protagonistin mitfühlen oder ihre Gefühle nachvollziehen, doch im Laufe der 480 Seiten wurde sie mir etwas sympathischer und ihr Handeln plausibler.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich gehalten, brachte mich immer wieder zum Schmunzeln und ist trotzdem in der Lage viele Emotionen authentisch zu transportieren, sodass man als Leser zuerst Mitleid hat mit dem Mädchen, das lauter Absagen für seine literarischen Werke kassiert, in der Schule als Außenseiter gebrandmarkt ist und sich von seinen reichen und stereotypischen Eltern vernachlässigt fühlt, und schließlich Brees glorreichen Aufstieg feiert. Dennoch thematisiert der Roman eine große Bandbreite von schwierigen Themen wie selbstverletzendes Verhalten und Missbrauch eines Lehrer-Schüler-Verhältnisses. Dies wirkte auf mich jedoch zu übertrieben und lies die Handlung eher unrealistisch wirken.

 

Der Roman beinhaltet eine sehr einfühlsame Geschichte über das Erwachsenwerden und die Selbstfindung, konnte mich jedoch aufgrund meiner Differenzen mit der Protagonistin und der enormen und daher unglaubwürdigen Spannbreite an heiklen Themen nicht vollends überzeugen, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe. Ich empfehle das Buch interessierten Lesern ab 14 Jahren.

 

Ellen Bartsch (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Freundschaft