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Mirror, Mirror von Delevingne, Cara / Coleman, Rowan, Junge Literatur, Aus dem Leben, Erwachsenwerden, Freundschaft

Mirror, Mirror

Wen siehst du?

Delevingne, Cara , Coleman, Rowan

Übersetzung: Nirschl, Anita

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Fischer

Empfohlen ab: 15 Jahre

ISBN: 9783596702343

Inhalt

Red, Leo, Rose und Naomi sind Außenseiter an ihrer Londoner Schule - die einen sicheren Hafen in ihrer Band gefunden haben. Ihr Leben ist alles andere als perfekt, aber ihre Musik verbindet sie, und sie sind gespannt, was die Zukunft für die Band Mirror, Mirror bereit hält. Doch dann verschwindet Naomi und wird später bewusstlos aus der Themse gezogen. Ihre Freunde sind erschüttert und verwirrt. War es ein Unfall – oder ein missglückter Selbstmordversuch, wie die Polizei glaubt? Wenn sie Probleme hatte, warum hat sie ihnen nichts davon gesagt? Wie gut kennen sie ihre Bassistin eigentlich – und einander?

Um zu verstehen, was mit Naomi passiert ist, müssen Red, Leo und Rose sich schließlich ihren eigenen dunklen Geheimnisse stellen und das, was sie fühlen, mit dem, was sie der Außenwelt zeigen, in Einklang bringen.

Bewertung

An dieses Buch ging ich mit gemischten Gefühlen ran. Einerseits interessierte mich der Klappentext sofort. Vier Jugendliche, Red, Leo, Rose und Naomi, die durch ihre Band Mirror, Mirror zu engen Freunden wurden und ihre chaotischen Leben vergessen konnten. Doch als Naomi erst verschwindet, später dann bewusstlos aus der Themse gezogen wird und die Polizei von einem Selbstmordversuch ausgeht, sind ihre Freunde erschüttert. Plötzlich sind sie sich nicht mehr sicher wie gut sie Naomi, oder einander, eigentlich kannten.

Der Inhalt riss mich sofort mit und ich freute mich eigentlich das Buch zu lesen. Andererseits war ich aufgrund der Autorin etwas skeptisch. Cara Delevigne, eine berühmte Schauspielerin und Model, schreibt ein Jugendbuch? Ich fing also mit Vorfreude und Skeptik zu lesen an - und konnte nicht mehr aufhören. 

 

Das Buch ist spannend geschrieben und hat immer wieder Wendungen und Überraschungen, die dafür sorgten, dass es nie langweilig wirkte. Weiterhin hat mir sehr gut gefallen, dass die vier Bandmitglieder alle im Vordergrund standen, auch wenn das Buch nur aus der Sicht eines Mitglieds geschrieben ist. Man erfährt über alle vier und ihre Familien sehr viel und trotzdem sind sie alle sehr unterschiedlich. Gerade durch diese Unterschiede kann man viel über die Probleme in verschiedenen Sozialschichten und Familien lernen und EInblicke erhalten, die man so vielleicht nie erlangt hätte. Daher hätte ich mir aber auch gewünscht, dass das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben wurde oder man zumindest in einzelnen Kapiteln auch die Gedankengänge und Perspektive eines anderen Charakters hätte lesen können. Weiterhin wollte die Autorin vor allem in diesem Buch die Probleme des Erwachsenwerden darlegen. Diese sind, meiner Meinung nach, jedoch etwas kurz gekommen. Sie hat diese Probleme zwar auf jeden Fall eingebunden, jedoch anders und nicht so stark, wie ich erwartet hätte.

Trotzdem finde ich das Buch sehr gut und kann es auf jeden Fall empfehlen, da es einen guten und detailreichen Einblick in das Leben in anderen Sozialschichten oder Familien bietet. Jedoch ist dieses Buch an einigen Stellen vielleicht zu hart und daher nicht unbedingt für jeden Jugendlichen etwas.

 

Emily Andresen (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Freundschaft