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Nichts wünsche ich mir mehr von Hach, Lena, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden, Krankheit, Liebe

Nichts wünsche ich mir mehr

Hach, Lena

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Beltz & Gelberg

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783407821911

Inhalt

Nach der Diagnose »Alopezie«, bricht für Katha eine Welt zusammen. Ein Leben ohne Haare?! Katha traut sich nicht mehr vor die Tür. Niemand soll merken wie anders sie ist. Schon gar nicht Jasper. Aber der bringt Katha mit einem Candle-Light-Dinner im Hotdog-Kostüm zum Lachen. Aber darf Katha ihre Gefühle zulassen? Hält die Liebe ihre Krankheit aus?

Bewertung

Alopezie; ein Leben ohne Haare. Als Katha diese Diagnose erhält, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie kann sich einfach nicht vorstellen, wie sie ohne Haare weiterleben soll und möchte am liebsten nie wieder das Haus verlassen. Doch das geht nicht, da die anderen sonst merken, was mit ihr passiert und das möchte Katha auf gar keinen Fall. Vor allem soll Jasper, der ihr Herz schneller schlagen lässt, auf gar keinen Fall merken, wie anders sie ist. Deswegen versucht sie, sich von ihm und allen anderen zu distanzieren. Aber Jasper schafft es trotzdem immer wieder sie zum Lachen zu bringen und lässt sich nicht abwimmeln. Katha kann einfach Spaß mit ihm haben, doch sie kann sich nicht vorstellen, dass diese Liebe über ihre Krankheit hinweg funktionieren kann.

 

Ein Leben ohne Haare. Als ich im Klappentext gelesen habe, dass es um die Krankheit geht, die dazu führt, habe ich mir sofort vorgestellt, wie schlimm es vor allem für ein Mädchen sein muss, keine Haare mehr zu haben. Auch wenn es Perücken gibt, die dir verschiedenste Möglichkeiten an Frisuren bieten, so ist es doch nicht das gleiche. Es gibt keine Chance mehr auf spaßige Mädelsabende mit Lockenwicklern und Glätteisen, wo man zusammen mit den besten Freunden neue Frisuren testet und auch nicht die Möglichkeit sich "schnell" einen Zopf zu machen, da Perücken ohne Übung schnell runterrutschen.

Als Mädchen mit langen Haaren habe ich deswegen umso mehr mit der Hauptperson mitgefühlt und konnte mich sehr gut in ihre Gefühlslage hineinversetzen. Dies lag aber vor allem daran, dass die Autorin sehr gut beschrieben hat, mit welchen Problemen man als jugendliches Opfer dieser Krankheit zu kämpfen hat. Denn ein weiteres Problem, auf das hier sehr gut aufmerksam gemacht wurde, sind die komischen Blicke der Mitschüler und das Getuschel. Als Jugendlicher hat man es nicht einfach und möchte gerne in der Masse an Schülern untertauchen. Unfreiwillig aufzufallen ist hierbei eine kleine Katastrophe und vor allem, wie es im Buch gut gezeigt wurde, wenn man auch noch mit einer Krankheit zu kämpfen hat.       

Die Autorin hat hierbei deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich nicht von seinen Freunden zu distanzieren und den Mut zu verlieren, sondern weiterzuleben und Spaß zu haben. Mir hat dieses Buch auch vor allem deswegen gefallen, da die Hauptperson zu Anfang verzweifelt und traurig war, am Ende aber gezeigt hat, dass sie trotz ihrer Krankheit ein schönes Leben führen kann und man sich von so etwas nicht unterkriegen lassen darf.

Deswegen empfehle ich dieses Buch an, vor allem jugendlichen Mädchen weiter, da das Buch zeigt, dass das Anderssein nicht schlimm ist und viele Mädchen damit ein Problem haben und nicht auffallen möchten, es aber gar nicht schlimm ist aufzufallem oder anders zu sein.

 

Emily Andresen (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Krankheit, Liebe