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Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von Green, John, Jugendbücher, Aus dem Leben, Erwachsenwerden, Freundschaft, Krankheit

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

Green, John

Übersetzung: Zeitz, Sophie

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Hanser

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783446259034

Inhalt

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.

Bewertung

Aza ist gut in der Schule. Doch ansonsten hat sie schon einige Probleme: Mehrere Dinge, die anderen Leuten völlig normal erscheinen, versetzen sie in Panik. Beispielsweise muss sie, wenn sie jemanden küsst, die ganze Zeit an die Bakterien und Mikroorganismen des Anderen denken und ekelt sich deshalb davor. Außerdem beginnt sie manchmal, schrecklich zu schwitzen und kann dann nicht mehr damit aufhören. Aus diesem und anderen Gründen (sie kann z. B. nicht selbst darüber entscheiden, ob sie krank wird oder nicht), beginnt sie daran zu zweifeln, wirklich zu existieren.

Ihre beste Freundin Daisy hat nicht so viel Geld und muss deshalb so gut wie jeden Tag in einer Vergnügungshalle aushelfen. Deshalb ist diese natürlich direkt Feuer und Flamme, als sie mitbekommt, dass man eine Belohnung von 100.000 Dollar auf den verschwundenen Milliardär Russell Pickett ausgesetzt hat und will sich direkt auf die Suche nach diesem machen. Dabei führt sie und Aza der Weg unveränderlich zu Azas altem Freund, dem Sohn des Verschwundenen.

 

Dieser Roman hat mich von außen trotz seiner orangefarbenen Seitenrücken nicht so inspiriert und als ich in der Buchhandlung lesen wollte, was hinten draufsteht, konnte ich auch nicht direkt verstehen, worum es darin ging. Doch die Geschichte hat mich total gefesselt, sodass ich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen nach der Schule gelesen habe.

 

Normalerweise bin ich kein riesiger Fan von Geschichten, die in der Ich-Form geschrieben wurden. Hier allerdings musste ich eine Ausnahme machen, denn John Green hat völlig anders geschrieben, als ich es gewöhnt bin. Die Dialoge der Figuren sind so wiedergegeben, wie Jugendliche in Wirklichkeit sprechen und nicht so, wie Erwachsene denken, dass sie es tun. Deshalb konnte ich mich sehr gut in die Geschichte und das Geschehen hineinversetzen.

Ich habe auch viel Mitleid mit dem 13-jährigen Bruder von Davis, dem Sohn des Milliardärs, gehabt, der völlig fertig war, weil sein Vater ihn und seinen Bruder verlassen hatte, ohne ihnen auch nur eine Nachricht zu hinterlassen. Aza hingegen mag ich als Figur weniger, obwohl sie nichts tut, was mir unsympathisch erscheint. Das liegt daran, dass ich ihre Verrücktheit etwas übertrieben fand und mich diese gegen Ende der Geschichte sogar etwas genervt hat.

 

Insgesamt ist diese Geschichte sehr fesselnd und bewegend. Deshalb empfehle ich sie an Jungen und Mädchen ab 14 Jahren und vergebe ihr 5 Sterne.

 

Matteo Schmidt (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Erwachsenwerden, Freundschaft, Krankheit