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Super-Junge von Lüftner, Kai, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Humor

Super-Junge

Eine Angeber-Geschichte

Lüftner, Kai / von Knorre, Alexander

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: arsEdition

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783845806983

Inhalt

Super-Junge spielt voll super Fußball, er kann auf der höchsten Mauer balancieren, Kopfstand machen und superweit spucken. Er ist einfach der SUPER-COOLSTE Junge auf der GANZEN WELT – finden Leonie, Franz mit der Brille, die kleine Thea und ihre Freunde. Am liebsten wären sie wie er! Doch dann merken sie: sooo super ist Super-Junge gar nicht ...

Bewertung

Angefangen hat alles mit dem Lied "Superjunge" auf der CD "RotzNRoll" von Kai Lüftner und seinen kreativen, musikalischen Freunden. Die CD sei hiermit allen Menschen wärmstens als Herz gelegt.

Nun hat Kai Lüftner zu diesem Lied ein Bilderbuch geschrieben, das wunderbar farbenfroh illustriert wurde mit ganz witzigen, passenden Superhelden-Bildern von Alexander von Knorre und das im Verlag arsEdition erscheint.

Wie im Lied (und sowieso auch im echten Leben) gibt es auch hier im Buch den einen Superjungen, der einfach alles hat, alles kann, alles weiß und der von Jedermann bewundert wird. Auch die kleinen Superhelden im Buch schauen zum Superjungen auf und sind immer in seiner Nähe, wenn er mal wieder von seinen Heldentaten berichtet. Und irgendwann begreift dann eines der anderen Kinder, dass der Superjunge nichts anderes ist, als eben das: ein ganz großer Erzähler und Angeber und dass das Wenigste seiner Geschichten wahr ist. Und auf einmal haben die anderen Kinder es nicht mehr nötig um den Superjungen herumzustehen und ihm zu lauschen. Sie gehen lieber selber spielen und Spaß haben, denn sie sind selber genauso super. Mindestens.

Plötzlich ist Superjunge alleine und ganz klein ohne seine Zuhörer und Bewunderer. Er macht sich auf den Weg zu den anderen, um mit ihnen zu spielen und mit ihnen Spaß zu haben, denn gemeinsam toll zu sein und verrückte Dinge zu tun, das ist es, was wirklich super ist!

 

Sowohl in der Kindertagesstätte, als auch mit meinen eigenen Kindern kam nach Betrachtung dieser Bildergeschichte sofort rege Diskussion auf: jeder kannte auf die ein oder andere Art so einen Superjungen, viele regten sich auf. Manche zeigten Verständnis, weil es ja auch mal gut tut besser zu sein als andere. Das Superjunge am Ende wieder in die Mitte der kleinen Superhelden aufgenommen wird, fanden sie allesamt prima, eine zweite Chance sollen Superjungen bekommen. Und dann hoffentlich auch nutzen.

Eine Geschichte, die ganz klar zeigt, dass man sich mit Angeben und Groß-Tun keine Freunde macht und am Ende vielleicht alleine dasteht, es sei denn, die anderen haben ein Herz und nehmen einen freundschaftlich in ihrer Mitte auf. Nur das Leonie, eine der kleinen Superheldinnen im Buch, nicht Batman ist, das wollte einer meiner KiTa-Jungs partout nicht einsehen und bestand darauf: so verkleide er sich dieses Jahr zu Karneval auch, er werde auch Batman!

 

Ines Hanke :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Humor