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Wenn der Sturm kommt von Avery, Tom, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie, Erwachsenwerden, Krankheit

Wenn der Sturm kommt

Avery, Tom

Übersetzung: Freund, Wieland , Wandel, Andrea

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Beltz & Gelberg

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783407821089

Inhalt

Seit sie denken können, erzählt der Großvater Jamie und Ned fantastische Geschichten übers Meer, Geschichten voller Meerfrauen und Meermännern, die Wunder vollbringen. Als sie am Strand ein seltsames Meerwesen finden, hofft Jamie auf Rettung für seinen unheilbar kranken Bruder. Und tatsächlich entwickelt Ned schnell eine besondere Beziehung zu dem Wesen, das sie Leonhard taufen. Doch Jamie bleibt misstrauisch und merkt, wie sein Bruder sich von ihm entfernt. Wird es ein Abschied für immer?

Bewertung

Ich habe das Buch Wenn der Sturm kommt von Tom Avery gelesen. Das Cover des Buches ist sehr schlicht gehalten. Es zeigt im Hintergrund zwei Menschen, die an einem bewölkten Tag bei Ebbe durchs Watt laufen. Der Titel des Buches steht im Vordergrund mit großen weißen Buchstaben. Der Klappentext verrät kurz, um was es geht im Buch. Die Geschichte verteilt sich auf 160 Seiten, die in einzelne Kapitel eingeteilt sind, die ihren eigenen Namen tragen. Die Schrift im Buch ist ausreichend groß.

Die Hauptfiguren im Buch sind die beiden Zwillingen Jamie und Ned. Ned ist leider nicht gesund und leidet seit seiner Geburt an Mukoviszidose. Das ist eine unheilbare Krankheit mit einer meist kurzen Lebenserwartung. Der Großvater der beiden Jungs, ein alter Seemann, erzählt gerne Geschichten, die von Meerfrauen und Meermännern handeln. Die beiden gehen gern nach einem Sturm an den Strand und inspizieren das angeschwemmte Treibgut nach Schätzen. Diese lagern sie dann in der Garage ihres Vaters. Ned ist ein großer Star Trek Fan. Die beiden Jungs werden aufgrund der Erkrankung von Ned daheim unterrichtet.

Eines Tages sind die beiden wieder auf Schatzsuche und finden etwas Großes und Dunkles unter Seegras begraben. Erst denken sie, es ist ein Seehund und stellen dann fest, dass es noch lebt. Wieder ist es Ned, der die Initiative ergreift und beschließt den Meermann mit nach Hause zu nehmen. Er gibt ihm den Namen Leonhard. Daheim angekommen setzen sie den kleinen Meermann in einem Bottich mit Wasser und Salz und füttern ihn mit Fisch und Muscheln. Sie merken das Leonhard verletzt ist und wollen ihm helfen.

 

Das Buch bekommt von mir die volle Sternezahl. Der Autor hat es geschafft, dieses ernste Thema wundervoll mit Worten zu verpacken. Besonders lustig fand ich den ersten Satz im Buch aus Star Trek: Es ist Leben, Captain, aber nicht, wie wir es kennen. Immer wieder findet man im Buch den Bezug zu Star Trek. Gleich am Anfang steigt der Spannungsbogen immens an, als die beiden versuchen herauszufinden, um welche Kreatur es sich handelt. Der Autor schafft es einen so mit Worten zu fangen, dass man die Gefühle und Spannung der Jungs buchstäblich miterlebt. Leider ist das Ende sehr traurig.


Paul Dressler (12) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie, Erwachsenwerden, Krankheit