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Wie ein springender Delfin von Lowery, Mark, Jugendbücher, Aus dem Leben, Abenteuer, Alltag & Familie

Wie ein springender Delfin

Lowery, Mark

Übersetzung: Gutzschhahn, Uwe-Michael

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Rowohlt

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783499217753

Inhalt

Martin hat sich für seinen kleinen Bruder Charlie eine großartige Überraschung ausgedacht: Sie werden heimlich mit dem Zug an die Küste Cornwalls fahren, denn dort ist der Delfin wieder aufgetaucht, der Charlie im letzten Sommer so glücklich gemacht hat. Doch so eine Reise ist nicht einfach, wenn man einen Bruder wie Charlie hat. Und wenn die Eltern schon an jedem Bahnhof durch die Polizei nach einem suchen lassen. Und wenn man ein Mädchen trifft, das offenbar eine selbstgebastelte Bombe dabeihat, auf das man aber dringend angewiesen ist. Und wenn man auf einmal seinen Rucksack mit der wichtigen Keksdose verliert – und Charlie!

Bewertung

Martin kümmert sich schon fast sein ganzes Leben um seinen kleinen Bruder Charlie, denn dieser ist schwer krank zur Welt gekommen, sein Herz ist schwach und er hat Asthmaprobleme. Doch das stört Martin nicht weiter, denn dadurch liebt er seinen Bruder nur noch mehr.

Eines Tages beschließt er, ihm ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk zu machen: nur er und Charlie fahren zusammen zurück nach St. Bernards, der Ort an dem sie ihre Sommerferien verbracht haben und an dem Charlie den Delfin gesehen hat, der ihm so gefallen hat. Doch das ist nicht ganz leicht, den die Polizei sucht nach ihnen, Charlie benimmt sich statt wie ein 10-jähriger Junge wie ein 5-jähriges Kind und das Geld, das Martin mitgenommen hat, reicht nicht für die Fahrkarten, einen Unterschlupf für die Nacht und Essen.

 

Dieses Buch hat mir wirklich sehr gefallen, denn obwohl es kein Phantasieroman ist, hat mich die Geschichte sehr stark gefesselt und ich konnte mich gut in die Personen hineinversetzen. Ich habe die ganze Zugreise nach St. Bernards mit den beiden Jungen mitgefiebert und gehofft, dass sie es schaffen, trotz der vielen Hindernisse dorthin zu kommen. Dadurch habe ich gar nicht bemerkt, dass das Buch schon zu Ende war.

Trotz der Tatsache, dass mich der Schluss der Geschichte sehr überrascht hat, hat mir dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Ich war sehr beeindruckt von der Nettigkeit einiger Personen und von deren Hilfsbereitschaft. Der Autor hat mit diesen Personen eine Idee von sich selbst eingebaut, dass man Menschen nicht nach ihrem Aussehen beurteilen sollte, denn diese Figuren sahen hässlich und verrückt aus, waren allerdings das völlige Gegenteil. Als ich im Nachhinein über das Buch nachgedacht habe, habe ich mich gefragt, warum ich nicht selber auf das Ende gekommen bin, denn Mark Lowery gibt im Laufe der Geschichte genügend Hinweise dazu.

Ich möchte noch anmerken, dass mir das Coverbild überhaupt nicht gefallen hat, denn daraus versteht man nicht, für wen und was für eine Geschichte im Buch ist.

 

Ich empfehle diesen wirklich außergewöhnlichen Roman an Jungen und Mädchen ab 13 Jahren und vergebe ihm 5 Sterne.

 

Matteo Schmidt (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Alltag & Familie