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Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich von Weberg, Liv Marit, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie, Erwachsenwerden, Liebe

Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

Weberg, Liv Marit

Übersetzung: Schmidt-Henkel, Hinrich

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Fischer Sauerländer

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783737351706

Inhalt

Was macht man, wenn man zum ersten Mal alleine wohnt, aber viel zu schüchtern ist, um mit der neuen Freiheit etwas anzufangen? Anne Lise versteckt sich erfolgreich in ihrem Schneckenhaus und lässt nicht einmal ihren Freund Tore so richtig an sich heran. Bis Tore genug davon hat und sie völlig entnervt verlässt. Bis sie ihren Studienplatz verliert. Und bis ihre Eltern ihr den Unterhalt streichen. Aber so ohne weiteres gibt Anne Lise nicht auf! Kurzerhand nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und sucht sich einen Job. Und dabei wird Anne Lise bemerkt und gegen ihren Willen kennengelernt. Zum Glück!

Bewertung

Anne Lise zieht in die Großstadt, nach Oslo. Dort will sie studieren und neue Freunde kennen lernen. Doch sobald sie mit Menschen reden muss, kriegt sie Angst. So geht es ihr auch als sie ihre Studienverbindung zum ersten Mal treffen soll. Sie verläuft sich und kommt daher viel zu spät an und traut sich nicht mehr hin zu gehen. Wenigstens lernt sie durch einen Zufall Tore kennen. Sie kommen zusammen, doch sie lässt sich auf die Beziehung nicht ein. Nach längerer Zeit macht er Schluss mit ihr, doch das ist nicht das einzige Problem. Sie ist nie zu irgendeinem Kurs gegangen und jetzt will ihr die Uni kein Geld mehr geben. Die Eltern wollen sich auch nicht damit zufrieden geben und geben ihr auch kein Geld mehr. Das ist schlecht für Anne Lise, doch sie rafft sich einigermaßen zusammen und sucht sich einen Job. Sie kriegt auch einen und schafft es irgendwie nicht allzu viel bemerkt zu werden. Doch es ändert sich und plötzlich lernt sie Leute kennen. Wie sie sagen würde: Man kann den Lebensball wohl nie ganz kontrollieren...

 

Mir hat das Buch eher nicht so gut gefallen, denn es gab kein Happy End. Anne Liese war immer sehr schüchtern und ist es irgendwie auch so geblieben, was ich sehr schade finde, da es mich doch sehr gefreut hätte, wenn sie ein bisschen mehr aus sich heraus gekommen wäre. Sie hatte immer ganz andere Gedanken und Ansichten als viele andere, was manchmal sehr witzig sein konnte, mich manchmal aber auch sehr genervt hat, da sie irgendwie nie raus wollte und  einfach bloß nicht bemerkt werden wollte.

Das Buch kann Leuten bestimmt sehr gut gefallen, die auch mal das Leben aus einer Position von einem eher autistischen Menschen sehen wollen und Alltagsgeschichten mögen. Ich kann es auch an die Menschen weiter empfehlen, die Happy Ends nicht als das Wichtigste im Buch finden. Ich mochte es, wie gesagt, nicht so gerne, was aber Ansichtssache bleibt...

 

Emily Andresen (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie, Erwachsenwerden, Liebe